Elektromobilität ist im Automobilbau allgegenwärtig
Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Elektrifizierung im Automobilbereich wirklich allgegenwärtig ist. Lange wurde darüber gesprochen, dass unsere Alltagsautos ebenso wie unsere Hochleistungsboliden batterieunterstützt oder sogar vollelektrisch sein würden – und man muss feststellen, dass diese Vorhersagen zutrafen. Zumindest größtenteils, denn neun der zehn Antriebe auf der Liste der „Best Engines and Propulsion Systems“ von Wards Auto sind auf die eine oder andere Weise elektrifiziert. Das LT7-V8-Triebwerk des Chevrolet Corvette ZR1 ist der einzige reine Verbrennungsmotor, der es in diese renommierte Auswahl geschafft hat, und das macht durchaus Sinn.
Wards veröffentlicht diese Liste seit nunmehr 31 Jahren, und es braucht kaum Erwähnung, wie sehr sich die Automobilindustrie in dieser Zeit verändert hat. Bis 2020 nannte Wards die Liste einfach die „10 Best Engines“, passte den Titel jedoch zur Jahrtausendwende an, um die Art der prämierten Antriebe besser widerzuspiegeln.
Die vollständige Liste der Gewinner 2024
Bevor wir fortfahren, hier die vollständige Liste der Preisträger in alphabetischer Reihenfolge:
- BMW M5 – 4.4L V8 Biturbo PHEV
- Chevrolet Corvette ZR1 – 5.5L V8 Biturbo
- Dodge Charger Daytona – Elektrisches Antriebssystem
- Ford F-150 – 3.5L V6 EcoBoost HYBRID (Wiederholungssieger 2024)
- Honda Civic Hybrid – 2.0L R4 HYBRID (Wiederholungssieger 2024)
- Hyundai Ioniq 9 – Elektrisches Antriebssystem
- Lexus LX 700h – 3.4L V6 Biturbo HYBRID
- Lucid Gravity – Elektrisches Antriebssystem
- Mercedes-AMG E53 – 3.0L R6 Biturbo PHEV
- Nissan Leaf – Elektrisches Antriebssystem
In dieser Liste finden sich klar Hybride, bei denen ein robuster Verbrennungsmotor den Großteil der Arbeit verrichtet. Zwei davon sind amtierende Champions: der Honda Civic Hybrid und der Ford F-150 PowerBoost.
Der LT7-V8 der Corvette ZR1, eine bemerkenswerte Ausnahme
Es ist wichtig anzumerken, dass Wards seine Gewinner nicht ranked. Die oben genannten Fahrzeuge sind lediglich in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Trotzdem erwartet niemand, dass der Nissan Leaf den ZR1 schlagen würde.
Der 5,5-Liter-V8 der Corvette ist in jeder Hinsicht eine echte Rennmaschine. Es handelt sich um einen Flatplane-V8 mit den größten Turboladern, die je in einem Serienfahrzeug verbaut wurden (jeweils 76 Millimeter, für die Neugierigen). Ohne die Hilfe eines Lithium-Ionen-Akkus entwickelt er eine beeindruckende Leistung von 1.064 PS und ein Drehmoment von 1.122 Nm.
Wie der stellvertretende Chefingenieur des LT7, Dustin Gardner, erklärte, führte die gesamte Geschichte der Corvette zur Entwicklung dieses Motors.
„An diesen Motoren [LT6 und LT7] – den ‚Gemini-Zwillingen‘, wie wir sie nennen – arbeite ich seit über sieben Jahren. Das war schon immer der Plan. Die Architektur der C8 war darauf ausgelegt, dies zu ermöglichen. Der LT6 hätte allein aufgrund seiner Höhe niemals vorne eingebaut werden können, und der LT7 aufgrund seiner Breite… und bei so viel Leistung und Drehmoment braucht man ein Fahrgestell wie dieses, um es nutzen zu können. Wenn man 1.000 PS in ein Frontmotorauto steckt, kann man sie nicht genießen.“
Diese ganze Arbeit trägt Früchte, was sich in Auszeichnungen wie dieser sowie in Rundenzeiten auf dem Nürburgring von unter sieben Minuten niederschlägt. Es ist schon verrückt zu denken, dass kein anderer reiner Verbrennungsmotor es auf diese Liste geschafft hat, aber anstatt das zu bedauern, können wir uns freuen, dass die Hersteller weiterhin in solche Hochleistungs-Verbrennungsmotoren investieren, solange sie es können.