Die bewusste Abkehr von Carbon im Ferrari Luce
Die neue, vollelektrische Ferrari Luce präsentiert sich mit einem Innenraum, der High-Tech und pure Eleganz vereint. Doch es fehlt ein Material, das in nahezu jeder modernen Super- oder Hypercar-Kabine zu finden ist: Kohlenstofffaser. Diese Abwesenheit ist kein Zufall oder eine Kostenfrage, sondern ein durchdachtes gestalterisches Statement.
Leichtigkeit durch andere Mittel
Carbonfaserverstärkte Kunststoffe sind seit langem für ihre hervorragende Verbindung von geringem Gewicht und hoher Festigkeit bekannt. Im Ferrari Luce wird das Ziel der Leichtbauweise jedoch auf anderem Wege erreicht – primär durch die innovative Fahrzeugarchitektur und die Materialauswahl an anderen, nicht sichtbaren Stellen. Dadurch gewinnen die Designer Freiheit für die Gestaltung des Interieurs.
Fokus auf Luxus und haptische Wärme
Das Design-Team hinter dem Luce entschied sich bewusst für Materialien, die eine andere emotionale Ansprache haben. Anstelle des technisch-kühlen Carbon setzt Ferrari auf edle Stoffe, feinstes Leder, poliertes Aluminium und offenporige Hölzer. Diese Materialien vermitteln ein Gefühl von Wärme, Exklusivität und zeitlosem Luxus, das besser zum Charakter dieses speziellen, elektrischen Gran Turismo passen soll.
Ein neues Verständnis von Performance-Luxus
Mit dem Luce interpretiert Ferrari die Elektromobilität nicht als rein technische Übung, sondern als Chance für eine neue Form der Eleganz. Der Verzicht auf sichtbare Carbon-Elemente unterstreicht, dass Performance im Zeitalter des Elektroantriebs auch in Ruhe, Raffinesse und sinnlicher Wahrnehmung liegen kann. Das Interieur wird so zu einer Oase der Konzentration und des Genusses, frei vom motorsportlichen Duktus vieler Verbrenner-Modelle.
Diese Entscheidung markiert einen spannenden Wendepunkt. Sie zeigt, dass Fortschritt und Innovation nicht zwingend mit einem bestimmten Material verbunden sind, sondern auch in der mutigen Neudefinition von Luxus liegen können.