Start-Stopp-Automatik: Trump-Regierung plant Abschaffung

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Das Aus für die lästige Start-Stopp-Funktion?

In den USA könnte eine weit verbreitete Automobiltechnologie vor dem Aus stehen. Die US-Umweltschutzbehörde EPA unter der damaligen Trump-Administration erwog ernsthaft, gesetzgeberisch gegen die automatische Start-Stopp-Funktion vorzugehen. Grund waren anhaltende Beschwerden von Autofahrern, die die Technologie als störend und nervig empfinden.

Warum ist die Start-Stopp-Automatik so umstritten?

Die Systeme, die den Motor an Ampeln oder im Stopp-and-Go-Verkehr automatisch abschalten und bei Betätigung der Kupplung oder des Bremspedals wieder starten, wurden ursprünglich entwickelt, um den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen zu senken. In der Praxis fühlen sich viele Fahrer jedoch vom ruckartigen Neustart des Motors genervt. Kritiker bemängeln zudem eine erhöhte Belastung für Starterbatterie und Anlasser, ohne dass im realen Stadtverkehr signifikante Kraftstoffeinsparungen erzielt würden.

Die politische Reaktion auf den Fahrerprotest

Der damalige EPA-Administrator Lee Zeldin griff diese öffentliche Kritik auf und kündigte an, die Behörde werde Maßnahmen prüfen, um Autofahrer von der „Last“ dieser Systeme zu befreien. Dieser Vorstoß passte in die energie- und umweltpolitische Agenda der Trump-Ära, die häufig auf Deregulierung und die Priorisierung kurzfristiger Verbraucherinteressen setzte. Die geplante Maßnahme zielte darauf ab, den Automobilherstellern die Vorgaben zur Implementierung dieser Systeme zu erleichtern oder sie ganz abzuschaffen.

Technologische und umweltpolitische Folgen

Eine Abschaffung der Start-Stopp-Pflicht hätte direkte Auswirkungen auf die offiziell gemessenen Verbrauchs- und Emissionswerte der Fahrzeuge gehabt. Hersteller wären gezwungen gewesen, anderswo Einsparungen zu erzielen, um die Flottenverbrauchsziele einzuhalten. Umweltschützer warnten vor einem Rückschritt im Kampf gegen den Klimawandel und betonten, dass jede noch so kleine Einsparung auf dem Weg zur Elektromobilität zählt. Die Debatte zeigt den grundsätzlichen Konflikt zwischen Fahrkomfort, technischer Regulierung und Umweltzielen.

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