Honda Prelude 2026: Ein kontroverser Preis für eine Legende
Die Rückkehr des Honda Prelude nach über zwei Jahrzehnten ist ein Ereignis für Automobilenthusiasten. Doch die Freude wird von einer deutlichen Zahl getrübt: einem Basispreis von 43.195 US-Dollar. Für viele stellt sich die Frage, warum ein kompakter Sportcoupé in dieser Preisklasse startet und ob es Hoffnung auf eine günstigere Version gibt. Die Antwort von Honda ist eindeutig und lässt wenig Raum für Spekulationen.
Strategische Positionierung statt Basismodell
Anders als bei vielen anderen Modellreihen plant Honda nicht, den Prelude durch eine abgespeckte, preiswertere Variante zugänglicher zu machen. Das Fahrzeug ist von Grund auf als voll ausgestattetes Premium-Coupé konzipiert. Diese Entscheidung ist strategisch. Sie positioniert den neuen Prelude klar oberhalb von Modellen wie dem Civic und schafft eine exklusive Nische. Durch den Verzicht auf ein Einsteigermodell schützt Honda zudem die Wertwahrnehmung und vermeidet eine Verwässerung des Markenversprechens eines durchdesignten Grand Tourers.
Die Kosten hinter der Technik und dem Design
Der Preis spiegelt die fortschrittliche Technologie wider, die unter der stilvollen Karosserie steckt. Als Hybrid-Coupé vereint der Prelude die für Honda typische effiziente Antriebstechnik mit sportlicher Performance. Die Entwicklungskosten für eine solche Plattform, die sowohl Dynamik als auch Nachhaltigkeit bieten soll, sind hoch. Zudem fließen die Ausgaben für das markante, emotionale Design und hochwertige Materialien im Innenraum direkt in die Kalkulation ein. Es handelt sich nicht um ein modifiziertes Massenfahrzeug, sondern um eine spezifische Neuentwicklung mit begrenzten Stückzahlen.
Ein Nischenfahrzeug für Puristen
Letztlich ist der Honda Prelude 2026 ein klares Statement in einer Zeit der SUV-Dominanz. Er richtet sich an eine klare Zielgruppe: Puristen, die das Fahrerlebnis und ein ikonisches Design zu schätzen wissen und bereit sind, dafür einen Aufpreis gegenüber konventionelleren Fahrzeugen zu zahlen. Der festgelegte Preis ist somit auch eine Filterfunktion. Honda setzt auf Qualität, Exklusivität und ein kohärentes Gesamterlebnis statt auf einen Wettbewerb im Volumensegment. Ob diese Rechnung aufgeht, wird der Markt zeigen, doch eines ist sicher: Der neue Prelude wird kein Auto für die breite Masse.