Chinesischer Autoriese setzt auf französisches Design-Know-how
Der chinesische Automobilhersteller Chery bereitet seinen großen Markteintritt in Europa vor und hat einen bedeutenden strategischen Schritt bekannt gegeben. Das Unternehmen wird sein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Region Paris ansiedeln. Diese Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung des europäischen Marktes für chinesische Hersteller und ihren Fokus auf lokalisiertes Design.
Fokus auf die Marken Jaecoo und Omoda
Die Hauptaufgabe des neuen französischen Entwicklungszentrums wird die Konzeption und Gestaltung zukünftiger Generationen von Kompaktfahrzeugen sein. Diese Modelle sollen speziell auf die Bedürfnisse und Vorlieben europäischer Kunden zugeschnitten sein. Im Fokus stehen dabei die neuen Marken Jaecoo, die für robuste SUV-Designs steht, und Omoda, die sich auf moderne Crossover und SUV-Coupés konzentriert. Durch die Entwicklung in Europa erhofft sich Chery eine höhere Akzeptanz seiner Fahrzeuge.
Strategische Bedeutung des Standorts Frankreich
Die Wahl Frankreichs, und insbesondere der Region Paris, als Standort für das R&D-Zentrum ist kein Zufall. Das Land verfügt über eine lange automobile Tradition, ein dichtes Netzwerk an Zulieferern und einen Pool hochqualifizierter Ingenieure und Designer. Für Chery bietet dies die Möglichkeit, direkt von europäischem Design- und Technologie-Know-how zu profitieren und dieses in die eigenen Fahrzeugprojekte einfließen zu lassen. Dieser Schritt folgt dem Trend internationaler Hersteller, Entwicklungsarbeit näher am Zielmarkt durchzuführen.
Die Einrichtung des Zentrums markiert einen wichtigen Meilenstein in Cherys Europa-Offensive. Es zeigt, dass das Unternehmen bereit ist, langfristige Investitionen zu tätigen, um sich nicht nur als Produzent, sondern auch als innovativer Entwickler im anspruchsvollen europäischen Automarkt zu etablieren. Die ersten, in Frankreich mitentwickelten Modelle der Marken Jaecoo und Omoda werden in den kommenden Jahren erwartet.