USA kippen Klimaschutzvorgaben für Autos

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Trump-Regierung setzt Abgasregeln außer Kraft

In einer weitreichenden Entscheidung hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verbindliche Vorgaben zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung für Neufahrzeuge aufgehoben. Die sogenannten „Corporate Average Fuel Economy“ (CAFE)-Standards, die unter der Obama-Administration verschärft worden waren, werden damit massiv gelockert. Diese Kehrtwende markiert einen tiefen Einschnitt in der amerikanischen Klimapolitik und wird internationale Auswirkungen haben.

Das Ende ambitionierter CO2-Grenzwerte

Die nun abgeschafften Normen sahen vor, dass der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der Neuwagenflotten der Hersteller bis zum Jahr 2025 auf etwa 4,3 Liter pro 100 Kilometer sinken sollte. Dies hätte eine drastische Verringerung des CO2-Ausstoßes bedeutet. Die Trump-Administration begründet den Schritt mit einer Entlastung der Automobilindustrie und der Sicherstellung bezahlbarer Fahrzeuge für Verbraucher. Kritiker sehen darin jedoch ein Kapitulieren vor wirtschaftlichen Interessen auf Kosten des Umweltschutzes.

Folgen für Klima und Automarkt

Umweltschutzorganisationen und mehrere US-Bundesstaaten kündigten umgehend rechtliche Schritte an. Die Lockerung der Standards wird voraussichtlich zu einem deutlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen in den USA führen, dem zweitgrößten Verursacher weltweit. Zudem entsteht ein regulatorisches Chaos, da Staaten wie Kalifornien an ihren eigenen, strengeren Vorgaben festhalten wollen. Diese Spaltung könnte den Automobilmarkt in den USA langfristig in zwei unterschiedliche Regulierungszonen teilen und die Planungssicherheit der Hersteller beeinträchtigen.

Die Entscheidung wird als symbolischer Rückzug der USA aus der globalen Klimaverantwortung gewertet und könnte andere Nationen unter Druck setzen, ihre eigenen Ambitionen zu senken. Die langfristigen Auswirkungen auf Innovation und Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Elektromobilität bleiben abzuwarten.

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