Ein japanischer Tuner erweckt Klappscheinwerfer zum Leben
Die Ära der Klappscheinwerfer galt seit Jahren als endgültig beendet. Moderne Sicherheitsvorschriften und aerodynamische Anforderungen verbannten das ikonische Designmerkmal aus den Showrooms. Während große Hersteller wie Ferrari oder Lamborghini selbst bei Retro-Modellen wie der neuen Countach darauf verzichten, hat nun ein japanischer Tuner das Unmögliche gewagt. Das Projekt „NEO86“ setzt dem Toyota 86 ein Paar voll funktionsfähiger Klappscheinwerfer auf – eine Hommage an die Goldene Ära des Sportwagendesigns.
Mehr als nur ein optisches Gimmick
Die Umsetzung des NEO86-Projekts ist weit mehr als eine einfache Modifikation. Der Tuner hat die komplette Frontpartie der Toyota 86 neu interpretiert. Anstelle der fest installierten Scheinwerfer treten nun mechanisch ausfahrbare Einheiten, die in ihrer Formsprache an legendäre Modelle wie den Porsche 928 oder Mazda RX-7 erinnern. Der besondere Clou: Beim Einschalten des Lichts fahren die Module nicht nur nach oben, sondern vollziehen eine elegante Drehbewegung. Diese komplexe Mechanik verleiht dem modernen Sportwagen einen unverwechselbaren Charakter und verwandelt ihn in ein fahrendes Stück Automobilgeschichte.
Die Technik hinter der Retro-Optik
Die größte Herausforderung bei der Entwicklung lag in der Integration der aufwendigen Mechanik in die bestehende Fahrzeugarchitektur. Der Bauraum unter der Haube eines Toyota 86 ist begrenzt. Die Ingenieure mussten daher spezielle, kompakte Aktuatoren und ein präzises Führungssystem entwickeln, das zuverlässig im Alltag funktioniert. Trotz des retro inspirierten Designs kommen natürlich moderne LED-Leuchtmittel zum Einsatz, die den heutigen Ansprüchen an Lichtleistung und Energieeffizienz gerecht werden. Das Projekt beweist, dass klassische Designelemente und moderne Technik eine perfekte Symbiose eingehen können.
Der Toyota 86 NEO86 steht damit als leuchtendes Beispiel dafür, dass die Leidenschaft der Tuner-Community Design-Trends setzen kann, die von den großen Automobilkonzernen längst ad acta gelegt wurden. Es ist eine Liebeserklärung an eine Zeit, in der Automobildesign auch verspielt und mechanisch sein durfte.